Lamborghini selber fahren

Lamborghini

Eines meiner beeindruckendsten Erlebnisse war definitiv die etwa einstündige Fahrt eines Lamborghini Gallardo LP560. Leider ist dies auch einer meiner teuersten Events gewesen, was den Spaß daran aber keines falls trübte.
Lamborghini selber fahren“ ist das Motto. Und das ist ganze 60 Minuten lang auch der Fall. Zwar ist zu jedem Zeitpunkt ein Instruktor auf dem Beifahrersitz der auch regelmäßig seinen Senf dazu gibt, aber am Ende des Tages ist es so wahrscheinlich auch wesentlich sicherer.
Das Auto selbst ist einfach nicht zu beschreiben. Ich bin zwar schon des Öfteren hautnah an einem Lamborghini gewesen, aber letztendlich die Kontrolle über 500-PS zu haben, war auch mein erstes Mal. Den Mythos Lamborghini gibt es keinesfalls zu Unrecht, weshalb ein solcher Event auf der To-Do-Liste eines jeden Motorsportfans stehen sollte. Der Preis von 300,- EUR spricht zwar eigentlich gegen so einen Event, aber meine damalige Freundin hatte mir eine Beteiligung an den Kosten zu unserem Jahrestag geschenkt.
Leider sprechen auch die restlichen Rahmenbedingungen nicht unbedingt für diese Events. Beispielsweise die Selbstbeteiligung im Schadensfall beträgt je nach Anbieter zwischen 5.000 und 12.000 EUR. Meine Anreise hielt sich zwar in Grenzen, da es im Raum München mehrere Anbieter gibt, aber wenn man etwas außerhalb wohnt kann es ein bisschen länger dauern bis man zum Veranstaltungsort kommt. Nachdem man sich weder abholen noch in der Mitte treffen kann, sollte man sich im Vorhinein angucken wo der nächste Ort ist und auch die unterschiedlichen Anbieter von Erlebnisgeschenken miteinander vergleichen.
Der Treffpunkt mit dem Instruktor war ein kleiner, abgelegener Parkplatz. Sehr leicht zu übersehen wenn da nicht ein knall-orangener Lamborghini Spyder stehen würde. Der Lamborghini hat die Modelbezeichnung LP560-4 und trumpft mit einem 560PS starken 10-Zylinder Motor auf.
Der Instruktor machte einen etwas dubiosen Eindruck, war aber sehr nett und stand mit vielen Tipps zur Seite. Der Ablauf ging sehr schnell, fast schon zu schnell. Ich habe ihm nur meinen ausgedruckten Gutschein von Jochen Schweizer in die Hand gedrückt und dann ging es schon mit der Einweisung los. Ich persönliche hätte mir ein paar Minuten mehr Zeit gewünscht um Fotos zu machen und das Auto ein mal rundum zu begutachten. Die Einweisung klang recht runter gerattert, aber dass kann ich ihm eigentlich auch nicht verübeln. Die Infos der Einweisung waren mir fast alle bekannt, aber man kann sich an der Innenausstattung gar nicht satt sehen. Man möchte in die Alcantara-Ledernen Sportsitze am liebsten reinbeißen oder den ganzen Tag über die Carbon-Armaturen streicheln, aber nach nicht ein mal 10 Minuten geht es schon los.
Das aufheulen beim Start des Motors sorgt sofort für Gänsehaut und verleitet dazu im Leerlauf noch ein mal aufs Gas Pedal zu drücken um den Motor weiter heulen zu hören. Der Sound von Lamborghini ist genauso einzigartig wie der von Porsche und hat absolutes Suchtpotential.
Mit einem Heidenrespekt bin auch auf die Landstraße aufgefahren, habe mich aber mit Minute zu Minute mehr getraut und jede einzelne Minute voll genossen. Das Adrenalin schießt förmlich durch den Körper und zwang den Instruktor mich ab und zu an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu erinnern. Ich habe zwar schnellstmöglich die Autobahn angesteuert, aber mehr als 20 Minuten Autobahn war leider nicht drin, obwohl die Einweisungszeit nicht in die Fahrtzeit eingerechnet wurde.
Auf jeden Fall verging die Stunde wie im Flug und war viel zu kurz. Breit grinsend und extrem geflashed stieg ich aus dem Lamborghini Gallardo aus und war fast schon ein bisschen traurig jetzt gehen zu müssen. Es war ein Hammer Erlebnis, wobei ich nicht weiß ob ich es für den Preis noch ein mal machen muss. Ich möchte auf jeden Fall, aber 300,-EUR sind fast zu viel Geld. Und wenn ich das Geld noch ein mal ausgeben sollte, dann wahrscheinlich lieber bei einem anderen Auto. Der Audi R8 und der Porsche Turbo sollen auch ganz geil sein, habe ich gehört 😉

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