24h-Rennen am Nürburgring

Stuck3 Logo

Vergangenes Wochenende war es wieder soweit. Die 41. Auflage des 24h-Rennens am Nürburgring fand statt. Jedes Jahr kommen über 200.000 Zuschauer zum Nürburgring und lassen sich in mehreren Camps entlang der Nordschleife nieder. Für mich persönlich war es das zweite 24h-Rennen und ich muss eigentlich gestehen, dass mich das Rennfieber gepackt hat und ich das nächste Rennen kaum erwarten kann. Das diesjährige Rennen war Teil eines ganz besonderen Road Trips weshalb ich hier gerne darüber berichten würde. Aus diesem Grund möchte ich mich auch recht herzlich bei unserem Partner Grace E-Bikes bedanken!

Abfahrt in München

Freitag Mittag begann der Road Trip für mich bei Sixt. In meiner Mittagspause wollte ich das Auto abholen mit dem wir unseren Trip absolvieren sollten. Ich hatte schon einmal erwähnt, dass ich kein eigenes Auto habe und gerne auf Sixt zurück greife wenn ich einmal weitere Strecken zurücklegen muss. Wenn man hier mit ein bisschen Vorlauf buchen kann, dann spart man sich jede Menge Geld. Ich habe die 3er BMW Klasse für 4 Tage übers Wochenende bereits 6 Wochen im Voraus gebucht und habe somit nur 175,- EUR gezahlt. Noch dazu hatte ich jetzt riesiges Glück und konnte mit einem Upgrade-Gutschein und 25,- EUR Zuzahlung, aus der gebuchten 3er Klasse einen Mercedes Benz S350 machen. Ihr denkt das ist ziemlich protzig? Total! Aber man gönnt sich ja sonst nichts und nachdem wir einen 1.600km Trip vor uns hatten, habe ich mich einmal nicht weiter beschwert.

Tourenwagen WM am Salzburgring

Freitagabend habe ich noch eine Freundin abgeholt die mich immer auf derartige Roadtrips begleitet und die ich mittlerweile von meinen Trips nicht mehr wegdenken möchte. Wir sind dann direkt bei strömenden Regen, mit ca. 60 km/h nach Salzburg gefahren. Falls ihr euch jetzt wundert dass Salzburg nicht wirklich in Richtung Nürburgring liegt, dann habt ihr vollkommen Recht. Es ist ziemlich genau die falsche Richtung. Ich habe jedoch Anfang des Jahres über Facebook zwei Karten für die WTCC (World Touring Car Championship) gewonnen und wollte die Gelegenheit nutzen mir einmal den Salzburgring anzuschauen. Ich wusste ja was mich am Nürburgring erwartet weshalb ich die Tourenwagen jetzt nicht soooo aufregend fand, die Atmosphäre und Sympathie des Salzburgring und die einmalige Lage suchen jedoch ihres gleichen. Weshalb sich die 300km Umweg auch auf jeden Fall gelohnt haben.

Munich Cowboys @ Schwäbisch Hall Unicorns

Nachdem zwei Events an diesem verlängerten Pfingstwochenende noch nicht genug sind, musste es natürlich auch noch sein, dass wir (Munich Cowboys) ein Auswärtsspiel in Schwäbisch Hall hatten. Schwäbisch Hall werden die meisten von euch aus der Werbung mit dem Fuchs kennen („auf diese Steine können Sie bauen, Schwäbisch Hall“) und liegt inmitten der schwäbischen Pampa. Zumindest schon ein mal grob die richtige Richtung. Die Munich Cowboys sind das Great Old Team of the South und vertreten den American Football für die Stadt München in der höchsten Spielklasse Deutschlands.
Die Schwäbisch Hall Unicorns sind in den letzten beiden Jahren deutscher Meister geworden, weshalb wir leider in einem ausgeglichenen Spiel am Samstagabend verloren haben. Zum Glück stehen wir noch am Anfang unserer Saison, was uns noch genug Chancen geben sollte diese Niederlage auszugleichen.

41. ADAC Zürich 24h-Rennen am Nürburgring

Von Schwäbisch Hall aus sind es noch gut 3,5h bis zum Nürburgring, weshalb wir erst gegen 00:30 Uhr die Hohe Acht und somit die Grüne Holle erreichten. Die letzten Kilometer führen im Prinzip direkt an der Strecke entlang weshalb man zwangsläufig auch an den unzähligen Zeltlagern vorbei kommt. Selbst in der Nacht waren die Camps taghell beleuchtet und überall Menschen am feiern. Diese unglaubliche Masse an Menschen die sich jedes Jahr um die Nordschleife versammelt, Wind und Wetter trotzend, feiern und das 24h-Rennen erst zu dem machen, was es ist. Die Atmosphäre von diesem Event kann man leider nicht in Worte fassen. Immer wenn ich Leuten von diesem Event erzähle finde ich keine passenden Worte um diesen passend zu beschreiben. Man muss einfach mal vor Ort gewesen sein und es sich selbst angeschaut haben.
Auf dem letzten Teilstück zum Ring haben wir erfahren, dass unser favorisiertes Auto, der Audi R8 LMS ultra von Phoenix Racing, um die Fahrer Ferdinand und Johannes Stuck, die Pole Position zum Rennen erfahren haben und somit von ganz vorne starten werden.

Grid Walk und 1. Rennhälfte

Der Grid Walk begann 2 Stunden vor Rennstart und erlaubt den Zuschauern mit Ticket zum Fahrerlager sich auf der Rennstrecke die bereitgestellten Fahrzeuge und Teams hautnah anzuschauen. Nachdem der Stuck3-Audi ganz vorne stand war es ein ziemlicher langer Weg bis fast in die erste Kurve zu gehen. Zwischen parkenden Autos und diesen die gerade aus der Box fahren quetscht man sich zwischen den Menschenmassen hindurch nach ganz vorne.

Grid Walk Nuerburgring

Das Bild beschreibt glaube ich recht gut was am Nürburgring kurz vor Rennstart los ist. Während des Grid Walks gab es die einmalige Fahrt eines aktuellen Formel1 Autos auf der Nordschleife. Michael Schumacher fuhr den Silberpfeil und Nico Rosberg den neuen Mercedes Benz SLS. Am besten einfach das folgende Video einmal anschauen. Einmalig!

Typisch für ein Langstreckenrennen erfolgte ein fliegender Start. Frank Stippler konnte den ganzen ersten Stint die Führung in dem Audi R8 verteidigen. Bis Abends das Wetter ein Wörtchen mitreden wollte. Das Wetter war seit Rennstart sehr wechselhaft und sorgte in der Nacht dann für einen totalen Wolkenbruch. Gegen elf Uhr wurde das Rennen dann unterbrochen und alle Autos kamen an die Box. Zu dem Zeitpunkt wussten wir aber nicht ob der Abbruch wetterbedingt oder aufgrund eines Unfalls stattfand. Erst nach einer guten halben Stunde kam dann die Erlösung. Rennabbruch aufgrund starken Dauerregens und Nebel auf der Nordschleife.
Das Rennen wurde erst um 8 Uhr früh wieder aufgenommen, auch wenn der Regen das restliche Rennen über anhalten sollte. Wir nutzten die neun Stunden Rennunterbrechung um eine Mütze Schlaf abzubekommen, waren aber kurz nach Wiederaufnahme des Rennens wieder an der Strecke.

Nordschleifen Feeling pur

Zwei Stunden vor Ende des Rennens entschlossen wir uns noch einmal einige Streckenabschnitte der Nordschleife abzufahren und somit hautnah an den vorbeifahrenden Autos und dem Feeling der grünen Hölle dran zu sein. Zunächst ein kurzer Stopp an der Döttinger Höhe, bei der die Autos mit Top Speed nur wenige Meter an uns vorbei fahren und man kaum eine Gelegenheit hat rechtzeitig ein Foto zu schießen. Danach ging es in den Wald. Tief in den Wald. Wir sind mehrmals an dem unscheinbaren Waldweg vorbei gefahren und haben uns dann mit Google Maps und den Reifenspuren vorheriger Autos den Weg zum wahrscheinlich bekanntesten Camp gebahnt. Das Karussell. Auf circa der Hälfte der Strecke gelegen, bestehend aus den original Betonplatten aus 1920er Jahren ein legendäres Teilstück und eine jährliche Herausforderung für die extrem tiefen Rennwägen. Aber auch hier sagen Bilder mehr als tausend Worte.

grid-walk-nuerburgring-bearbeitet

Zieleinlauf 24h-Rennen

Leider wurde unser Favorit von da an weiter nach hinten gereicht. Nach einem kurzzeitigen zwölften Platz kämpfte sich der Stuck3 Audi R8 zurück auf den 8. Platz, auf dem er mit circa einer Ründe Rückstand ins Ziel fuhr. Der Zieleinlauf war Montag Abends um 17 Uhr. 24 Stunden nach Beginn des Rennen. Die pausierte Zeit wird beim 24h-Rennen nicht ans Ende angehängt sondern fehlt letztendlich bei der reinen Fahrzeit.
Im Anschluss haben wir uns gleich auf den Heimweg gemacht, denn wir hatten noch 6 Stunden Rückfahrt nach München vor uns. Aufgrund des anhaltenden Regens und der zwischenzeitlichen Unterbrechung waren die Besuchercamps mittlerweile größtenteils verlassen und wir keinen weiteren Stau auf unserer Heimfahrt.
Geschafft aber überglücklich beendeten wir unseren Road Trip gegen 23 Uhr in München.

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