Bungee-Jumping

Bungee-Jumping

Kapitel 1. Womit alles begann. Der absolute Vorreiter in Sachen Erlebnisgeschenke ist ohne Frage Jochen Schweizer. 1989 eröffnete er die erste stationäre Bungee-Anlage in der Nähe von München.

Aus diesem Grund habe ich mich auch dazu entscheiden in meinen ersten Artikel von meinem Bungee-Sprung von vor zwei Jahren zu berichten.

Ich habe zwar keine Höhenangst, aber als ich bei meiner Anreise den Verzasca-Staudamm dass erste mal gesehen habe wurde mir auf einmal ganz unwohl. Allein die Vorstellung diese riesen Betonmauer herunterzufallen, nur gehalten von einem viel zu dünnen Bungee-Seil, lies mich fast wieder umdrehen. Dieses flaue Gefühl in meiner Magengrube hielt die nächsten 1,5 Stunden auch noch an und die Nervosität stieg ebenfalls von Minute zu Minute.

Zunächst einmal musste ich mich anmelden und eine Verzichtserklärung unterschreiben. Das ist natürlich nicht gerade förderlich um das ungute Gefühl zu beseitigen, steigert aber zeitgleich die Vorfreude, da der Sprung immer näher rückt. Danach habe ich mich erst ein mal umgezogen. Bequeme Sportklamotten und knöchelfreie Turnschuhe standen auf dem Erlebnisgutschein. Danach wurde ich noch gewogen um die Stärke des Seils einzustellen und dürfte mich dann in einer Schlange von weiteren Springern anstellen. Ich hatte damals noch drei Springer vor mir und hatte mir somit noch mindestens drei mal die Frage gestellt, ob ich mich da wirklich runter stürzen möchte. Eine gefühlte Ewigkeit später war ich dann aber auch an der Reihe und stand vor der zusätzlichen Rampe die mich ca. 2 Meter über den Abgrund stellen sollte.  Das super nette Personal von Jochen Schweizer befestigte die Manschetten an meinen Knöcheln und letztendlich auch das Seil daran bevor ich mich auf die Plattform wagte. Von da an ging alles eigentlich recht schnell. Es gab noch eine kurze Einweisung, ein, zwei fatale Blicke in den Abgrund und dann wurde mir schon die Freigabe erteilt. Ich zählte von drei runter und sprang.

Das plötzliche Gefühl des freien Falls war mit dem Sprung von einem 5 Meter-Turm im Schwimmbad zu vergleichen. Einziger Unterschied war, dass das rettende Wasser fehlt und du stattdessen in das 220m tiefe Tal hinunter guckst. Die Sicherheit, dass mich ein Seil abfangen wird, sorgte dafür dass ich die restlichen Sekunden freien Falls richtig genießen konnte, auch wenn mein Herz die ganze Zeit über glaube ich still gestanden ist.

Bis zu dem plötzlichen Ruck als das Seil komplett gespannt war und ich wieder nach oben gezogen wurde. Es fühlte sich ein bisschen wie ein Befreiungsschlag an und schürte die Gewissheit diesen Sprung zu überleben.

Die folgenden Minuten hing ich irgendwie in den Seilen. Als ich dann aber herabgelassen wurde und mich das Personal am Boden aus den Fängen des Bungee-Seils befreite, war das Gefühl einfach überragend.

Letztendlich kann ich Bungee-Jumping nur jedem empfehlen. Egal wie alt man ist, ein derartiges Erlebnis wird man nie wieder vergessen.

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