Bushwalk mit dem König der Tiere

Viktoriafälle

Solltet ihr jemals vorhaben den schwarzen Kontinent Afrika zu entdecken, dann kann ich euch nur Nahe legen, dass ihr einen Bushwalk in euer Programm mit aufnehmt. Unter einem Bushwalk versteht man im Prinzip nichts anderes wie eine Art Safari, nur dass man in mehrstündigen Tagestouren zu Fuß die Savanne erkundet.

Vorbereitungen

Ich bin 2011 mit meiner damaligen Freundin für zwei Wochen nach Simbabwe geflogen. Angekommen sind wir in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe. Obwohl Simbabwe eins der ärmsten Länder der Welt ist, ist es ebenso sehr für seine Gastfreundschaft bekannt, welche wir sofort wahrnehmen durften. Neben einem mehrtägigen Aufenthalt in Harare, haben wir auch eine 3-tägige Tour durch den Hwange Nationalpark und einen Besuch an den Viktoriafällen im Norden des Landes gemacht. In diesem Artikel würde ich aber am liebsten auf unseren Bushwalk im Hwange Nationalpark eingehen. Den gesamten Trip hatten wir damals über Klipspringer-Tours gebucht und erfreuten uns über die unkomplizierte und freundliche Abwicklung. Klipspringer ist zwar nicht der günstigste Anbieter, ging aber in mehreren persönlichen Gesprächen genau auf unsere Wünsche ein und erledigte ebenfalls den kompletten Papierkram für uns. Die afrikanische Tierwelt dann so hautnah zu erleben, war dann ein unbeschreibliches Erlebnis.

Lodge Simbabwe

Ankunft

Bereits im Landeanflug zum Hwange Nationalpark sahen wir die ersten Herden aus unserer kleinen Propellermaschine, welche uns wie eine Art Begrüßungskomitee empfangen haben. Direkt neben der Landebahn standen mindestens 20 Elefanten an einem Wasserloch und blickten nur kurz auf als wir vorbei geflogen kamen.

Bushwalk

Nach einer kurzen Orientierung in unserer Lodge begannen wir schon mit den Vorbereitungen zu unserer ersten abendlichen Buschwanderungen. Nach circa 30 Minuten passierten wir eine Stelle die mit Gräsern und Gebüschen sehr hoch bewachsen war und uns jegliche Orientierung nahm. Beim langsam umhertrotten in der frühen Dämmerung sah ich in nur circa 50 Meter Entfernung zwei Löwen unter einem Baum sitzen. Noch kurz bevor ich unserem Guide zurufen konnte, habe ich mich noch an das Sprechverbot erinnern können und habe dann mithilfe einer englischen Flüsterpost die Info an unseren Guide weitergegeben. Nachdem die stille Post bei ihm angekommen ist zückte er sofort sein Gewehr und ging auf uns zu. Obwohl die Löwen im Rudel unterwegs waren, ließen sie uns rechts liegen und konzentrierten sich auf eine Fläche die sich zunächst noch unserem Blickfeld entzog.
Wir gingen weiter, das hohe Gras lichtet sich und wieder bleibt unser Guide stehen. Wir, die weiter hinten in der Schlage gingen rückten leise auf die anderen auf bis wir erkannten was die anderen bereits gesehen hatten. Eine riesige Büffelherde stand vor uns. Mindestens so groß wie in der bekannten Szene aus dem König der Löwen, reichten die Herdentiere bis an das Ende des Horizonts. Wir hatten glaube ich alle noch nie eine derartig große Masse an Büffeln gesehen und starrten mit weit geöffnetem Mund in Richtung Herde. Zumindest wussten wir gleich warum wir den Löwen nicht ein müdes Lächeln wert waren.
Nachdem die Dämmerung bereits eingesetzt hatte begaben wir uns allmählich wieder auf den Weg zurück ins Camp. Kurz nach Aufbruch trafen wir auch noch ein mal auf zwei Elefanten, die wie am Morgen an einem Wasserloch standen und tranken.

Elefanten Simbabwe

Fazit

Geflashed vom ersten Tag vielen wir total erschöpft in unser Feldbett in unserer „luxuriösen“ Lodge. Die nächsten Tage verliefen dann nicht mehr so spektakulär wie der erste Abend, aber mit den Viktoriafällen hatten wir noch ein weiteres unglaubliches Erlebnis. Doch hierüber berichte ich erst in meinem nächsten Beitrag.

Aber alles in allem war der Bushwalk ein super Erlebnis. Gerade das Treffen mit dem König der Löwen war einmalig und ist nur zu empfehlen.