Canyoning in Berchtesgaden

Letztes Jahr im Frühling war ich mit ein paar Freunden auf einer Canyoning-Tour in Berchtesgaden. Canyoning beschreibt man am besten mit Nervenkitzel, reißenden Bächen, Schluchten und das Abenteuer an sich. In den bayerischen Voralpen gibt es reihenweise Bäche und Klammen die durch abfließende Gewässer über Jahrtausende hinweg entstanden sind. Die Natur ist unbeschreiblich dort. Ich bin eh ein Fan der bayerischen Alpen und versuche im Sommer jedes Wochenende in den Bergen zu verbringen.

Als kleiner Junge war ich ein mal in der Partnach-Klamm in Garmisch spazieren und seit damals fasziniert von der Kraft des Wassers.

Auf jeden Fall habe ich zusammen mit vier Freunden beschlossen eine Canyoning-Tour zu machen. Wir haben uns ein bisschen umgesehen und die Tour in Berchtesgaden hatte viele positive Bewertungen weshalb wir uns für diese entschieden und über die Erlebnisgeschenkeplattform nolimits24 gebucht haben.

Wir hatten am Veranstaltungstag richtiges Glück mit dem Wetter und keine Wolke am Himmel. Wir haben zwar viel Zeit im Wasser verbracht es war dennoch angenehm, beim verlassen nicht frieren zu müssen.

Neben unserer Gruppe hat noch eine gleichgroße Gruppe teilgenommen. Angeführt wurden wir von zwei Guides die uns gut einwiesen. Wir wurden darauf vorbereitet Felswände zu erklimmen, über Vorsprünge zu klettern und Wasserfälle zu durchspringen. Bis zu 10 Meter lange Rutschen und ein Sprung aus 6 Metern in ein kleines Wasserreservoir gehörten ebenfalls zu unserem Programm.

In der gesamten Gruppe war nur eine Frau anwesend und die hatte teilweise ordentlich zu kämpfen, aber eine solche Erfahrung hat uns sofort zusammen geschweißt und wir haben uns untereinander geholfen, obwohl wir uns erst eine halbe Stunde kannten.

 

Die Ausrüstung für unseren Trip wurde natürlich von der Canyoning – Crew gestellt, wer hat schon alles einen Neoprenanzug daheim liegen? 😀 Also bekamen wir Helm, Klettergurt, Neoprenanzug und Neoprensocken gestellt, damit auch niemand frieren musste. Woran man aber unbedingt selbst denken muss ist die Badekleidung für unter dem Neoprenanzug, feste Schuhe für An- und Abreise und ausreichend trockene Sachen.
Wir waren ungefähr 5 Stunden unterwegs. Abzüglich der Einweisung, Klamottenvergabe, etc. hatten wir ungefähr 4 Stunden mit der reinen Tour verbracht, was definitiv ausreichend ist.

Man sollte schon über eine gewisse Grundfitness verfügen, da dass ständige auf und ab ziemlich Kräftezehrend ist. Physische und psychische Klarheit wäre von Vorteil, also keine Chance mit Alkohol und Drogen intus. Nicht das jemand beim Canyoning noch auf irgendwelche wahnsinnigen Ideen kommt. Das wäre ziemlich ungünstig, auch für eure Teammitglieder.

Grundsätzlich ist die Tour zwischen Mai und September begehbar, allerdings wäre die Tour bei schlechtem Wetter auch abgesagt worden.

Ich würd euch wahnsinnig gerne Fotos zeigen, von dem Spaß, den wir beim Canyoning hatten. Aber ihr müsst es einfach selber mal erleben. Es gibt nichts besseres, als eine Felswand zu erklimmen und dann auf der anderen Seite runterzuspringen mitten in eine Schlucht.

Ich empfehle euch echt nach Berchtesgaden zu fahren, denn die Natur ist echt unvergleichbar. Lange Rede, kurzer Sinn, je mehr ich schreibe, desto mehr nerve ich wahrscheinlich nur. Ich hatte wie gesagt seit langem nicht mehr so viel Spaß und denke es ist eine preiswerte Alternative für den engen Freundeskreis. Geheimtipp! 😉

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